Verdienstmedaille für Wilhelm Dreber

drebermedailleBereits im März 2006 hat der langjährige Fraktionsvorsitzende der FDP Fröndenberg/Ruhr die Verdienstmedaille am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland erhalten (die Presse berichtete). Die zur Verleihung der Medaille von der stellvertretenden Landrätin gehaltene Rede ist uns nun zugegangen, und wir möchten Sie Ihnen nicht vorenthalten:

Es gilt das
gesprochene Wort!

Rede der
stellvertretenden Landrätin des Kreises Unna Ursula Sopora anlässlich der
Verleihung der Verdienstmedaille am Bande des Ver­dienstordens der
Bundesrepublik Deutschland am Donnerstag, 2. März 2006, 11.00 Uhr, an Herrn Wilhelm
Dreber.

Sehr geehrte Damen und Herren,

sehr geehrter Herr Bürgermeister Krause,

sehr geehrte Frau Dreber,

vor allem aber sehr geehrter Herr Dreber,

ich begrüße Sie alle nochmals recht herzlich hier im
Kaminraum des Hauses Opherdicke.

Wie Sie vielleicht wissen, ist das Haus Opherdicke die „gute
Stube" des Kreises Unna.

Neben Ausstellungen und anderen Kulturveranstaltungen nutzen
wir das Haus Opherdicke für besondere Anlässe.

Ich denke, heute ist so ein besonderer Anlass, denn schließlich hat der Bundespräsident Ihnen, Herr Dreber, die Verdienstmedaille am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

Da der Bundespräsident aber nicht allen Ordensträgern selbst die Aus­zeichung aushändigen kann, habe ich heute die große Ehre und beson­dere Freude, Ihnen den Orden im Namen des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen zu überreichen.

Bevor ich den Orden jedoch überreiche, verlese ich Ihnen die
offizielle Vorschlagsbegründung, die maßgeblich für die Verleihung gewesen ist.

In diese Vorschlagsbegründung sind die verschiedenen Stellungnah­men eingeflossen, die wir als Kreis zu den Verdiensten von Herrn Dre­ber bei den verschiedenen Institutionen, die ja auch zum Teil heute hier vertreten sind, eingeholt haben:

„Herr Wilhelm Dreber hat durch sein langjähriges
kommunalpolitisches Engagement auszeichnungswürdige Verdienste erworben.

Von 1979 bis 1994 sowie erneut von 1999 bis 2004 gehörte
Herr Dreber für die Fraktion der FDP dem Rat der Stadt Fröndenberg/Ruhr an.

Ab 1982 hatte er den Fraktionsvorsitz inne.

Er war Mitglied des Haupt- und Finanzausschusses, des
Rechnungsprü­fungs- und des Wegebauausschusses.

Wenn sich Bürgerinnen oder Bürger mit Kritik wegen des Zustands öf­fentlicher Straßen, Wege oder Flächen in Fröndenberg/Ruhr an ihn wandten, setzte er sich stets für Abhilfe ein.

Beim Kontakt mit der Stadtverwaltung war er vielen
Bürgerinnen und Bürgern behilflich.

Dabei setzte er sich besonders für die Sportvereine und deren Jugend­liche ein, wenn es um die Zuteilung von Übungszeiten in Sporthallen und auf Sportplätzen ging.

Im Jahr 2000 gelang es ihm, einen 1994 am Widerstand der anderen Par­teien gescheiterten Antrag doch noch durchsetzen, in dem sich der Rat verpflichtete, zu den Beratungen des Ausschusses für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften eine Schülerin oder einen Schüler als sach­kundigen Bürger hinzuziehen.

Auf seine initiative ist zurückzuführen, dass die Stadt Fröndenberg seit dem Jahr 2003 mit Genehmigung des Innenministeriums des Landes Nordrhein-Westfalen den Zusatz „Ruhr" zum Städtenamen führt.

Mit Nachdruck setzt er sich für die Einrichtung des
interkommunalen Gewerbegebiets Unna/Fröndenberg ein.

In der Gemeinschaftsgrundschule Ardey-Langschede gehörte Herr Dre­ber von 1980 bis 1982 der damals in den nordrhein-westfälischen Schulen eingeführten Schulkonferenz an.

Er half sehr engagiert, die organisatorischen Probleme, die sich daraus ergaben, dass die zwei Schulstandorte Ardey und Langschede 1,5 Ki­lometer auseinanderlagen, zu lösen.

Seinem Engagement als Mitglied der Schulkonferenz und später noch als Ratsherr verdanken die Ardeyer und Langscheder es, dass ihre Kin­der Mitte der 1980er Jahr nur noch in der Sonnenbergschule Frönden­berg-Langschede unterrichtet wurden, die für die Kinder beider Ortsteile gleich gut zu erreichen war.

Seit 1986 ist Herr Dreber Mitglied des Hegerings Fröndenberg, der sich an dem Projekt der Gesamtschule Fröndenberg „Wald und Wild" betei­ligt.

Fünfmal begleitete Herr Dreber bisher die Schülerinnen und
der Schüler als fachkundiger Jäger auf Exkursionen im Wildwald Voßwinkel.

Von 1956 bis 1970 engagierte sich Herr Dreber im Jugendverband der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ) für das Erzbistum Paderborn.

Von 1956 bis 1 962 leitete er Jungschar- und
Messdienergruppen in Langschede.

Von 1962 bis 1970 war er Leiter der CAJ Langschede.

Von 1967 bis 1970 leitete er den CAJ-Bezirk
Menden/Fröndenberg."

Soweit der Text der offiziellen Vorschlagsbegründung.

Meine Damen und Herren,

es ist gut zu wissen, dass es Menschen in unserem Kreis
gibt, die eh­renamtlich und uneigennützig tätig sind.

Zu Recht sagt man, dass unser staatliches Gemeinwesen nicht funktio­nieren würde, gäbe es nicht Menschen wie Herrn Dreber, die bereit sind, sich ehrenamtlich für ihre Mitmenschen einzusetzen und ihre Freizeit damit zu verbringen, Gutes zu tun.

Wenn sich jemand ehrenamtlich engagiert, kommt die eigene
Familie häufig zu kurz.

Ich möchte mich an dieser Stelle daher bei Ihnen, Frau Dreber, herzlich bedanken, dass Sie ihren Mann in den vielen Jahren seines Engage­ments immer tatkräftig unterstützt haben.

Für Sie ist daher auch der Blumenstrauß gedacht, den Sie
hier vorne sehen,

Lieber Wilhelm,

– Persönliche Worte der Landrätin –

Die Verdienstmedaille soll daher ein Ausdruck des Dankes und
der öf­fentlichen Anerkennung für Dein jahrzehntelanges Engagement sein.

Sie ist selbstverständlich keine Gegenleistung für die vielen Stunden, in denen Du Dich mit Herz und Seele ehrenamtlich engagiert hast.

Ich darf Dir zu Deiner hohen Auszeichnung auch die Glückwünsche des Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen, Dr. Jürgen Rüttgers, und des Regierungspräsidenten in Arnsberg, Helmut Diegel, übermitteln.

Diesen Glückwünschen schließe ich mich im Namen des Kreises
Unna, aber auch ganz persönlich, sehr herzlich an.

Lieber Wilhelm,

ich wünsche Dir für die Zukunft alles Gute und vor allen Dingen Ge­sundheit und dass Du mit Deinem Engagement so weitermachst wie bisher.

Ich darf Dich nun bitten, die Auszeichnung entgegen zu
nehmen.